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Mauerblümchen und Steinbeißer
An Natursteinmauern leben eine Reihe von Pflanzen, die alle auf ganz bestimmte Standortbedingungen an-gewiesen sind. In den Mauerfugen aus Kalkmörtel wachsen z.B. Mauerraute und Streifenfarn, Zimbelkraut und Gelber Lerchensporn.

Auf den Mauerkronen sind Mauerpfeffer und Thymian zu finden. An Trockenmauern und am Mauerfuß kommen vor allem Pflanzen der Weg- und Waldränder vor.

Natursteinmauern - eine alte Tradition erlebt ein comeback...
 
Noch vor einigen Jahrzehnten gehörten Natur- oder Feldsteinmauern vielerorts in Deutschland zum typischen Ortsbild. Die ältesten Mauern sind meist Kirch- oder Friedhofsmauern, wobei das Material aus der umgebenden Landschaft stammt und mit Kalkmörtel befestigt oder einfach als Trockenmauer aufgeschichtet wurde. In den letzten 50 Jahren wurden viele der strukturreichen und bewachsenen Mauern jedoch mit Beton und Zementmörtel ausgebessert oder vollständig durch Betonmauern oder verputzte Ziegelmauern ersetzt.
Die Mauer als Lebensraum
Die Lebensbedingungen an einer Mauer sind vergleichbar mit Felsen. Durch die Aufheizung des Gesteins herrschen trockenwarme Verhältnisse, besonders bei dunklem Gestein und der Ausrichtung nach Süden.

In den Mauerfugen und am verwitterten Stein sammeln sich im Laufe der Jahre Feinerde, so dass sich Flechten und Moose, später dann auch höhere Pflanzen ansiedeln können. Einige Tier- und Pflanzenarten sind speziell auf Kalkstein oder Kalkmörtel angewiesen.Anlage von Mauern
Bei der Neuanlage einer Mauer werden möglichst Natursteine aus der Region oder alte Ziegel von Abrissgebäuden genutzt, die mit Kalkmörtel verfugt werden. Daneben können auch Trockenmauern aus Naturstein als freistehende Mauern zur Gliederung von Flächen oder als Stützmauern zur Abstufung von hängigem Gelände Verwendung finden. Durch die dabei entstehenden Terrassenstrukturen gibt es interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Als Material eignen sich auch plattenförmige Bruchsteine.
 
Trockenmauer: Bauablauf
 
Zunächst muss für eine gute Versickerung ein etwa 30 cm tiefes Fundament aus Kies oder Schotter angelegt werden. Darauf werden die Steine mit leichter Neigung von 15 - 20 Prozent nach innen aufgeschichtet. Vorher empfiehlt sich eine Markierung der Abgrenzungen der zu bauenden Mauer durch Pflöcke und Schnüre. Es werden kein Mörtel und auf keinen Fall Erde mit eingebaut, was leicht zu Erosionserscheinungen führen kann. Für Stabilität sorgen versetzte Fugen, einzelne längere und kleine Steine zur Verkeilung. Das Innere oder die Rückseite der Mauer wird mit grobem Material wie Sand, Kies, Schotter oder Bauschutt hinterfüllt und sorgt damit für eine gute Drainage. Abschliessend können Ritzen und Löcher stellenweise mit nährstoffarmer und lehmiger Erde versehen werden, damit sich Mauerpflanzen ansiedeln können.
 
Pflanzen für Trockenmauern
 
Wenn in die Fugen kleine Mengen Erde eingestreut werden, wird der selbständige Bewuchs der Mauer beschleunigt werden. Auch eine Bepflanzung mit typischen Mauerpflanzen ist möglich. Auf die stark wuchernden Steingartenpflanzen sollte möglichst verzichtet werden. Wildpflanzen dürfen nicht, und sei es noch so verlockend, der Natur entnommen werden.